Am 20. Februar 2026 besuchte die Klasse 8G das Amtsgericht in Wetzlar. Dort durften
die Schülerinnen und Schüler bei mehreren Gerichtsverhandlungen als
Zuschauer dabei sein, um zu sehen, wie ein Gericht arbeitet.
Die Verhandlungen wurden von einer Richterin geleitet, die
Fragen stellte und die Aussagen überprüfte. Zuerst sah die Klasse zwei
Verhandlungen, in denen es um zu schnelles Fahren ging. In der ersten
Verhandlung hat der Rechtsanwalt den Angeklagten verteidigt. Dabei wurde
deutlich, dass auch solche Verkehrsverstöße vor Gericht landen können. Die
zweite Verhandlung verlief ähnlich.
Danach sollte ein Verfahren bezüglich des Fahrens mit Alkohol am Steuer stattfinden. Diese fiel jedoch aus, da der oder die Angeklagte nicht erschienen ist.
Dafür war die nachfolgende Verhandlung war besonders spannend. Dabei ging es um einen
Diebstahl mit einem „gefährlichen Gegenstand“. Der Angeklagte arbeitete bei
Lidl und hatte während seiner Schicht gegen 20:30 Uhr ein Cuttermesser bei
sich, welches ihm eigentlich als Arbeitswerkzeug diente. Er hatte sich mit einem
Bekannten abgesprochen, damit der Plan möglichst gut funktionieren würde. Er scannte an der Kasse nur bestimmte Produkte, während andere Artikel im Einkaufswagen absichtlich nicht erfasst wurden.
Mehrere Zeugen wurden befragt. Ein Zeuge (Kollege) sagte aus, dass er mit dem
Angeklagten zusammen Schicht hatte und ebenfalls an der Kasse arbeitete. Er
gab an, dass er die fehlenden Waren zunächst nicht bemerkt habe. Eine weitere
Mitarbeiterin, die an einer gegenüberliegenden Kasse saß, wurde jedoch
misstrauisch, da der Preis nicht stimmen konnte. Sie ging auf die Toilette und
informierte einen Kollegen, der daraufhin die Polizei rief.
Außerdem stellte sich heraus, dass auch noch andere Waren im Laden fehlten,
was den Verdacht weiter verstärkte.
Als die Polizei eintraf, wollte der Angeklagte zunächst sein Auto nicht öffnen.
Außerdem griff er mehrmals in seine Tasche, wodurch die Polizisten vermuteten,
dass er ein Messer ziehen könnte. Deshalb kam es zu einer kurzen
Auseinandersetzung, bei der die Polizei eingreifen musste. Schließlich wurde der
Angeklagte festgenommen und ihm wurden Handschellen angelegt.
Am Ende der Verhandlung wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 90
Tagessätzen verurteilt.
Insgesamt war der Besuch im Gericht sehr interessant und hat der Klasse 8G sehr
gut gefallen.